Bauen & Konstruieren
Mauern & Gebäude
In diesem Projekt bauen die Schülerinnen und Schüler zunächst einfache Mauern und untersuchen deren Stabilität. Anschließend planen und errichten sie ein eigenes kleines Gebäude aus Backsteinen und Mörtel.
Der Alltagsbezug ist unmittelbar: Mauern und Gebäude gehören zur Lebenswelt der Kinder. Pädagogisch besonders wertvoll ist das direkte Erleben von Stabilität – hier wird nicht nur gebaut, sondern getestet, hinterfragt und verbessert.
Geeignet für:
ab 2. Klasse
ab 7 Jahren
Zeitrahmen:
4-6 Unterrichtsstunden
Lernbereich:
- Konstruktion & Statik
- Technisches Werken
- Materialkunde
- Räumliches Denken
Was wird geschult?
Folgende Kompetenzbereiche werden mit diesem Modell besonders gestärkt:
Fachkenntnis:
- Die Schülerinnen und Schüler verstehen grundlegende Prinzipien des Mauerwerks und erkennen den Zusammenhang zwischen Bauweise und Stabilität.
- Sie vergleichen verschiedene Verbundtechniken und leiten daraus stabile Konstruktionsweisen ab.
- Sie untersuchen, wie äußere Einflüsse wie Erschütterungen oder Belastungen Bauwerke beeinflussen.
- Sie sammeln praktische Erfahrungen im Umgang mit Werkstoffen wie Backstein und Mörtel.
Sozialverhalten:
- In der Partnerarbeit planen, bauen und reflektieren sie gemeinsam.
- Sie üben Absprachen, Arbeitsteilung und gegenseitige Unterstützung.
Motorik:
- Feinmotorische Fähigkeiten werden durch präzises Platzieren, Ausrichten und Verarbeiten der Materialien geschult.
- Die Auge-Hand-Koordination wird beim Mauern und Arbeiten mit Werkzeugen gezielt verbessert.
Das wird benötigt:
Material:
- N° 113451 Backsteine Ergänzungsset
- N° 543617 Bastelhölzer, N° 200743 Stahlkugeln ø 10 mm, N° 106625 Teifoc Steinbaukasten Schulset
Nützlich ist auch:
- Unterlage
Werkzeuge:
- Kelle
- Schale
Unterrichtsablauf:
Der Einstieg erfolgt über die Frage, warum Gebäude stabil stehen und was passiert, wenn Kräfte auf Mauern wirken. Erste Vermutungen werden gesammelt und an einfachen Beispielen überprüft.
In der ersten praktischen Phase bauen die Schülerinnen und Schüler Mauern aus Backsteinen und erproben verschiedene Verbundtechniken. Durch gezielte Tests – etwa Erschütterungen oder kleine „Kollisionen“ – erleben sie unmittelbar, welche Bauweisen stabil sind und welche nicht.
Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die zweite Phase: die Planung und Umsetzung eines eigenen Gebäudes. Nun wird mit Mörtel gearbeitet, wodurch das Bauen realistischer und anspruchsvoller wird. Die Schülerinnen und Schüler müssen sorgfältig arbeiten, ausrichten und ihre Konstruktion stabil gestalten.
Die abschließende Präsentation dient der Reflexion: Welche Bauweise war besonders stabil? Welche Probleme sind aufgetreten? Welche Lösungen haben sich bewährt?
UNSER TIPP:
Lass die Mauern bewusst „scheitern“: Wenn Konstruktionen einstürzen oder wackeln, entsteht der eigentliche Lerneffekt. Diese Erfahrung gezielt einplanen und nicht vorschnell korrigieren.