Brandmalen - Pyrographie
Brandmalerei Schritt für Schritt
Vom ersten Teststrich bis zum fertigen Werkstück: So lässt sich Brandmalerei strukturiert in den Unterricht integrieren.
Arbeitsplatz vorbereiten: Hitzebeständige Unterlage auslegen, Brandmalgerät sicher aufstellen und Kabel so führen, dass keine Stolper- oder Zuggefahr entsteht.
Sicherheitsregeln besprechen: Gemeinsam klären, wie das Brandmalgerät gehalten, abgelegt und nach der Arbeit ausgeschaltet wird.
Technik ausprobieren: Auf einem Übungsholz Punkte, Linien, Konturen und Schraffuren testen.
Wirkung untersuchen: Unterschiedliche Arbeitsgeschwindigkeiten ausprobieren und beobachten, wie sich die Brandspur verändert.
Motiv entwerfen: Ein einfaches Muster, Symbol, Tier, Ornament, einen Namen oder ein geometrisches Motiv auf Papier planen.
Motiv übertragen: Den Entwurf mit Bleistift oder Transferpapier auf das Holz übertragen.
Konturen einbrennen: Das Motiv langsam und kontrolliert mit dem Brandmalgerät nacharbeiten.
Details gestalten: Flächen, Schraffuren, Punkte und unterschiedliche Strukturen ergänzen.
Gerät sicher ablegen: Nach der Arbeit Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen und vollständig abkühlen lassen.
Werkstück fertigstellen: Sichtbare Bleistiftlinien vorsichtig entfernen und das Werkstück bei Bedarf mit Farbe oder Lasur ergänzen.
Ergebnisse präsentieren: Die entstandenen Arbeiten gemeinsam betrachten und den Gestaltungsprozess reflektieren.
Mit Hitze gestalten
Beim Brandmalen, auch Pyrographie genannt, werden Linien, Muster und Flächen mit einer erhitzten Metallspitze dauerhaft in eine Holzoberfläche eingebrannt. Die Technik verbindet Zeichnen, Materialerfahrung und handwerkliche Arbeiten. Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, wie Druck, Geschwindigkeit und Temperatur die Gestaltung beeinflussen.
Brandmalen verlangt jedoch Ruhe, Konzentration und einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit dem Werkzeug. Das Projekt sollte deshalb nur nach einer Sicherheitsunterweisung und unter durchgehender Aufsicht durchgeführt werden.
Das Projekt eignet sich besonders für den Kunst-, Werk- und Gestaltungsunterricht ab Klasse 5 bzw. etwa 10 Jahren. Plane je nach Werkstück und Gestaltung etwa 2–3 Unterrichtsstunden ein.
- Brandmalen
- Holzbearbeitung
- Werken & Gestalten
- Erkunden von Materialeigenschaften
UNSER TIPP:
Erst üben, dann gestalten. Lass die Schülerinnen und Schüler zunächst auf einem Reststück verschiedene Linien, Punkte und Schraffuren ausprobieren. So entwickeln sie ein Gefühl für Brennspitze und Geschwindigkeit, bevor sie am eigentlichen Werkstück arbeiten.