Tierfiguren aus Holzformen bauen
Kreatives Gestalten und Werken mit Holzkugeln, Rundstäben und Holzformteilen
Aus Holzkugeln, Halbkugeln, Holzscheiben, Rundstäben und verschiedenen Formteilen entstehen fantasievolle Tierfiguren. Die Kinder untersuchen zunächst, wie sich Körper, Köpfe, Beine, Ohren oder Schnäbel aus einfachen geometrischen Grundformen zusammensetzen lassen. Anschließend planen und bauen sie ein eigenes Tier oder orientieren sich an den vorhandenen Beispielen.
Dabei wird nicht nur gestaltet: Durch Bohren, Sägen, Ablängen, Stecken und Leimen lernen die Kinder grundlegende Techniken der Holzbearbeitung kennen und setzen Werkzeuge zielgerichtet ein.
Die naturbelassenen Holzoberflächen lenken den Blick besonders auf Form, Proportion und Konstruktion. So verbindet das Projekt kreatives Gestalten mit handwerklichem Lernen und räumlichem Vorstellungsvermögen.
Geeignet für:
ab 3. Klasse
ab 8 Jahren
Kunst & Gestalten
Bauen & Konstruieren
Werken / WTG
Zeitrahmen:
4-6 Unterrichtsstunden
Achtung: Trocknungszeiten beachten
Lernbereich:
- Gestalten mit Holz
- Formen und räumliches Gestalten
- grundlegende Holzbearbeitung
- Konstruieren und problemlösendes Arbeiten
- kreatives Experimentieren
Was wird geschult?
Folgende Kompetenzbereiche werden mit diesem Modell besonders gestärkt:
Fachkenntnis:
- Die Kinder unterscheiden verschiedene Holzformen und setzen sie entsprechend ihrer gestalterischen und konstruktiven Funktion ein.
- Sie wenden grundlegende Arbeitstechniken wie Anzeichnen, Sägen, Bohren, Stecken und Leimen sachgerecht an.
- Sie lernen, Werkzeug und Material passend zur jeweiligen Aufgabe auszuwählen und sicher zu verwenden.
Kreativität:
- Die Kinder übertragen Körperformen von Tieren auf vereinfachte geometrische Holzformen.
- Sie entwickeln aus einem begrenzten Materialangebot unterschiedliche Gestaltungslösungen.
- Sie überprüfen Proportionen, Wirkung und Stabilität und verändern ihre Gestaltung bei Bedarf.
Persönlichkeitsentwicklung:
- Die Kinder treffen eigene gestalterische Entscheidungen und begründen ihre Lösungen.
- Sie entwickeln Ausdauer, wenn eine Konstruktion verändert oder erneut ausprobiert werden muss.
- Beim gemeinsamen Arbeiten unterstützen sie sich, tauschen Lösungswege aus und respektieren unterschiedliche Gestaltungsideen.
Das wird benötigt:
Material:
- Holzkugeln in unterschiedlichen Größen
- Halbkugeln
- Holzscheiben
- Rundstäbe
- weitere Holzformteile
- Holzleim
Nützlich ist auch:
- Sortierschalen für die verschiedenen Holzformen
- Musterfiguren als Inspiration
- Skizzenpapier
- kleine Materialboxen für einzelne Arbeitsplätze
- Schutzunterlagen für die Werkplätze
Werkzeuge:
- Laubsäge oder geeignete Feinsäge
- Handbohrer bzw. altersgerechte Bohrmöglichkeit
- Schneidelade bzw. Sägehilfe
- Schraubzwingen oder geeignete Spannhilfen
- Schleifpapier
- Bleistift
- Lineal
- Unterlage
Unterrichtsablauf:
Zu Beginn betrachten die Kinder verschiedene Tiere und untersuchen, aus welchen Grundformen sich Körper, Kopf, Beine oder Ohren zusammensetzen lassen. Holzkugeln, Halbkugeln, Scheiben und Formteile werden zunächst ohne Klebstoff kombiniert. So entstehen erste Ideen zu Form, Proportion und räumlicher Wirkung.
Anschließend wählen die Kinder ein Tier aus oder entwickeln eine eigene Figur. Die Holzteile werden probeweise zusammengestellt und bei Bedarf verändert. Dabei lernen die Kinder, gestalterische Ideen an konstruktive Anforderungen anzupassen und passende Verbindungen zu finden.
Vor der praktischen Arbeit werden der sichere Umgang mit Säge, Bohrwerkzeug und Klebstoff sowie wichtige Sicherheitsregeln besprochen. Danach folgen Anzeichnen, Sägen, Bohren und schrittweises Zusammenfügen. Zwischenergebnisse dürfen jederzeit geprüft und verändert werden.
Zum Abschluss werden die Figuren präsentiert und gemeinsam reflektiert: Welche Formen wurden genutzt? Welche Probleme mussten gelöst werden? Eine gemeinsame Holz-Tierwelt oder Ausstellung im Schulhaus bietet einen schönen Abschluss.
UNSER TIPP:
Lass die Kinder ihre Tiere vor dem Bohren und Leimen zunächst vollständig aus losen Holzteilen legen. So lassen sich Proportionen und Verbindungen prüfen – und unnötige Bohrungen oder falsch zugeschnittene Teile werden deutlich seltener.
Grundtechnik: Figuren aus Holzformen bauen
Am Beispiel der Holzpilze lernst du die grundlegenden Arbeitsschritte vom Auswählen und Zuschneiden bis zum Bohren, Stecken und Leimen kennen – diese Technik lässt sich anschließend auf viele weitere Tier- und Fantasiefiguren übertragen.
- Holzformen auswählen: Für die Pilze passende Halbkugeln oder gewölbte Holzformen als Hüte auswählen. Rundstäbe oder kleine Holzstäbe dienen als Stiele.
- Stiele ablängen: Die Rundstäbe in unterschiedlichen Höhen anzeichnen und mit einer geeigneten Säge zuschneiden. Schnittkanten bei Bedarf mit Schleifpapier glätten.
- Pilzhüte vorbereiten: Die Mitte der Unterseite des Pilzhutes markieren und ein zur Stärke des Rundstabs passendes Loch vorsichtig vorbohren.
- Pilze zusammenbauen: Etwas Holzleim in die Bohrung geben und den Rundstab einstecken. Anschließend gut trocknen lassen.
- Pilzgruppe gestalten: Mehrere Pilze in unterschiedlichen Größen und Höhen kombinieren. So entstehen kleine Pilzfamilien oder ganze Pilzgruppen.
- Optional: Die fertigen Pilze können auf Holzscheiben oder Aststücken befestigt und mit Moos, Zweigen oder anderen Naturmaterialien zu einer kleinen Waldlandschaft ergänzt werden.
Wichtiger Hinweis:
Heißkleber ermöglicht ein schnelles Fixieren der Holzteile, sollte im Unterricht jedoch nur unter Aufsicht einer Lehrkraft und altersgerecht eingesetzt werden. Für viele Verbindungen ist Holzleim die sicherere Alternative.
6,99 €
Artikel ist lieferbar, Lieferzeit: 3-5 Werktage
CAG000362