Der Farbkreis
Farben mischen, wahrnehmen und lernen, wie sie zueinander stehen.
Die Lehre der Farben ist ein wichtiger Bestandteil im Kunstunterricht und hat schon seit Jahrhunderten Kunstschaffende begeistert. Viele haben versucht herauszufinden, welche Wirkung verschiedene Farben auf uns haben und wie man sie am besten kombinieren kann. Einer dieser Künstler war Johannes Itten.So entwarf er den berühmten "Farbkreis nach Itten", um Farben in eine logische Ordnung zu bringen und sich die vielen verschiedenen Farbtöne besser vorstellen zu können.
Die Welt der Farben hat Menschen schon immer fasziniert. Doch nicht nur Künstler haben sich intensiv mit ihnen beschäftigt, auch Physiker und Psychologen haben ihre Ansichten und Variationen der Anordnung von Farben geteilt. Wer war das?
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Isaac Newton (1643 - 1727) Physiker, Astronom und Mathematiker
Isaac Newton zerlegte weißes Tageslicht mithilfe eines Prismas in Spektralfarben, vereinigte sie wieder in weißes Licht und fand die Komplementärfarben.
Als er die 7 Hauptfarben zählte, fiel ihm auf, dass das violette Ende des Farbkreises mit dem roten Anfang sich verknüpfte.
Goethe versuchte dieses zu widerlegen und stellte eine eigene Farbenlehre auf. Diese entsprach eher der ästhetischen, anstatt der wissenschaftlichen Gesichtspunkte.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) Dichter, Politiker und Naturforscher
Goethe behauptete, weißes Licht sei etwas Reines, Unzerlegbares.
Farben hingegen aus Hell und Dunkel, ein Grenzphänomen aus Licht und Finsternis.
An der Grenze zur Helligkeit liegt Gelb (Licht), zum Dunkeln Blau (Finsternis).
Bei Mischungen zwischen Helligkeit und der Finsternis entstehen Halbschatten. Das bedeutet, dass aus Mischungen der Spektralfarben niemals weißes Licht ergeben kann.
Spektralfarben = bricht sich das Sonnenlicht in Regentropfen, wird es in Spektralfarben zerlegt und es entsteht ein Regenbogen. Mischt man hingegen Farben auf Pigmentbasis Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett miteinander, entsteht ein Schwarzgrau.
Johannes Itten (1888 - 1967) Maler und Kunstpädagoge
Der Farbkreis nach Itten ist der weitverbreitetste Farbkreis zum Thema Farbenlehre. Das liegt daran, dass es Johannes Itten gelungen ist, mit nur 12 Farben und in einer leicht verständlichen Darstellung die Zusammenhänge der Farben darzustellen. Alle Sekundärfarben können aus nur drei Grundfarben bzw. Hauptfarben gemischt werden. Die Farbenlehre nach Itten gilt heute als absolut beachtenswertes Werkzeug für starke Bilder.
Die 12 Farben sind folgendermaßen im Ittens Farbkreis angeordnet:
Gelb steht ganz oben im Farbkreis. Die weiteren Grundfarben (Primärfarben) Rot und Blau um jeweils 120° versetzt. Dazwischen liegen die Sekundärfarben, und die Tertiärfarben liegen zwischen der jeweiligen Primär- und Sekundärfarbe.
Grundfarben:
Rot, Blau, Gelb
Sekundärfarben:
Mischung der Grundfarben
Grün (Gelb + Blau)
Violett (Blau + Rot)
Orange (Rot + Gelb)
Tertiärfarben:
Mischung der Sekundärfarben
Blauviolett, Purpurrot, Orangerot, Gelborange, Blaugrün, Gelbgrün