Handarbeit in der Grundschule
Tierfiguren weben und gestalten
Beim Weben von Tierfiguren lernen Kinder spielerisch das Grundprinzip des Webens kennen. Aus gespannten Kettfäden und farbiger Wolle entstehen Schritt für Schritt kleine Tiermotive, die anschließend ausgeschnitten und kreativ weitergestaltet werden.
Das Projekt verbindet textile Technik mit freier Gestaltung und stärkt dabei Konzentration, Feinmotorik und ästhetisches Empfinden – sichtbar in einem selbst geschaffenen Werkstück, auf das die Kinder stolz sein können.
Geeignet für:
ab 2. Kasse
ab 6 Jahren
Werken & Gestalten
Textiles Gestalten
Zeitrahmen:
2-3 Unterrichtsstunden
Lernbereich:
- Textiles Gestalten
- Handarbeiten / Webtechniken
- Feinmotorik und Koordination
- Kreative Gestaltung
- Soziales Lernen
- Ästhetische Bildung
Differenzierung:
Die sechs Tiermodelle sind bewusst unterschiedlich aufgebaut:- Leichte Modelle: klare Formen, wenige Farbwechsel, einfache Webfläche
- Mittlere Modelle: gezielte Farbwechsel, kleinere Flächen, erste Detailarbeit
- Anspruchsvollere Modelle: komplexere Formen, mehrere Farbsegmente, präzises Arbeiten erforderlich
So kann innerhalb einer Klasse leistungsgerecht gearbeitet werden – ohne zusätzliche Aufgabenformate. Jedes Kind wählt ein passendes Tiermodell und arbeitet im eigenen Tempo.
Was wird geschult?
Folgende Kompetenzbereiche werden mit diesem Modell besonders gestärkt:
Fachkenntnis:
- Grundprinzip des Webens verstehen (Kette und Schuss)
- Materialkenntnis (Wolle, Spannung, Fadentechnik)
- Gestaltungsprinzipien wie Muster, Farbwirkung und Flächengestaltung anwenden
Kreativität:
- Farbwahl und Muster eigenständig entwickeln
- Tiermotive individuell interpretieren
- Gestaltungsideen variieren und weiterentwickeln
Persönlichkeitsentwicklung:
- Durchhaltevermögen bei wiederholenden Arbeitsschritten
- Selbstwirksamkeit durch ein sichtbares Endprodukt
- Stolz auf ein selbst geschaffenes Werkstück
Motorik:
- Feinmotorische Koordination beim Einfädeln und Führen der Nadel
- Hand-Auge-Koordination
- Dosiertes Spannen der Fäden
Das wird benötigt:
Material:
- Kettgarn
- Wolle & Schurwolle
- Tonpapier
- Fotokarton
- Bierfilze
- Klebstoff
- Farbmarker
Nützlich ist auch:
- Lineal
- Schere
- Unterlage
- Bleistift
- Motivvorlage
Werkzeuge:
- Webrahmen
- Smyrnanadel
Unterrichtsablauf:
Der Unterricht beginnt mit einer gemeinsamen Betrachtung von gewebten Beispielen oder textilen Alltagsprodukten. Die Kinder entdecken, dass viele Stoffe nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind. Anschließend wird das Webprinzip handelnd erarbeitet: Kettfäden werden gespannt, das „über–unter“-Prinzip eingeführt und gemeinsam rhythmisch eingeübt.
Nach einer ersten Übungsphase wählen die Kinder eines der vorbereiteten Tiermodelle aus. Während des Webprozesses steht das gleichmäßige Arbeiten im Vordergrund. Farbwechsel und Muster entstehen bewusst und geplant.
Im letzten Schritt wird die gewebte Fläche weitergestaltet: Konturen werden ausgeschnitten, Details ergänzt, eventuell Augen oder weitere Elemente angebracht. Eine abschließende Präsentationsrunde würdigt die entstandenen Tierfiguren und reflektiert den Arbeitsprozess.
UNSER TIPP:
Starte mit einer kurzen „Trockenübung“ ohne Wolle: Das „über–unter“-Prinzip erst mit dem Finger am Rahmen üben und leise mitsprechen. Klingt simpel, spart aber viele Korrekturen. Der Rhythmus sitzt schneller, Fehler werden weniger – und Web-Profis unterstützen später andere.
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